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Silvester
im Swingerclub hatte ich bereits öfters erlebt. Vor einigen Jahren
war ich an jenem letzten Tag des Jahres im Ibiza Nord gewesen. Den zahlreichen
Besuchern war ein fulminantes kalt-warmes Buffet serviert worden, und
nach dem obligatorischen Glas Sekt zu Mitternacht waren wir hinaus vor
die Tür gegangen und hatten dem Feuerwerk zugesehen bzw. selbst einige
kleine Raketen gezündet. |
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war voll im Cats. Das Verhältnis Damen zu Herren war etwa eins zu zwei.
Es überwogen bei weitem die schicken, teilweise sehr raffinierten Dessous
im Gegensatz zu den "Handtuchträgern". Die Stimmung war fröhlich
elegant, durchwachsen von prickelnder Erotik. Eas Cats hat nicht nur durch die zwei Etagen etwas besonderes, außergewöhnliches. Unten ist Disco mit Tanz, hervorragendes Essen und angeregte Unterhaltung an der Bar oder in den gemütlichen Sitzecken. Wer sich dann seiner Lust hingeben und austoben will, hat ein Stockwerk höher jegliche Gelegenheit dazu. Durch die Treppe ergibt sich eine gewisse Diskretion, man geht einfach mal nach oben. Die sonst so gefürchteten 'Hyänen', gab es hier nicht. Zumindest habe ich keine gesehen. Vielleicht liegt es ja auch an der reichhaltigen Auswahl verführerischer Schönheiten, so daß kein Mann Sorge haben brauchte, zu kurz zu kommen. Der andere Grund, warum man sich im Cats rundum wohlfühlen kann, ist dem Charme von Uschi und der Aufmerksamkeit des Personals zuzuschreiben. Der Barkeeper trug dem besonderen Anlaß dieses Abends entsprechend sogar eine Frackhose mit Bauchbinde, weißem Hemd und Fliege. |
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Eine
gute Stunde vor Mitternacht begann die Show. Nicht etwa ein Ausziehtanz
wie Striptease. Eine schier nicht endenwollende Parade von verschiedenartigsten,
außergewöhnlich schönen Kostümen, vorgeführt
wie in einer fulminanten Modenschau von zwei hübschen Damen. Oder
waren es zwei hübsche Männer? So genau konnte man das mitunter
nicht feststellen, denn es paßte sowohl das eine als auch das andere.
Untermalt von passender, teils frecher Musik und begleitet von sprachlichen
Darbietungen wie im Cabaret. Fast ausnahmslos zog die Show alle in ihren
Bann und das Publikum hatte seinen Spaß, Vergnügen pur. Reichhaltiger
Applaus und die Forderung nach Zugabe brachte dies zum Ausdruck.
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Kurz
vor Mitternacht war die Show zu Ende. Sektgläser wurden verteilt
und zur Überraschung aller wurde im oberen Stockwerk eine bislang
verschlossene Türe geöffnet. Durch einen kerzenbeleuchteten
Gang und eine Treppe gelangten wir alle nach oben in die Etage über
dem Cats. Im schummrigen Dunkel standen wir in einem großen, leeren
Raum mit nichts weiter als riesigen Panoramafenstern. Irgendwer begann
mit dem Count Down, und bei "Zero" klirrten die Gläser zum Prosit
Neujahr. Dann genossen wir den herrlichen Panoramablick auf das Feuerwerk
über den Dächern von München. Ein selten schöner
Anblick. Man hätte sich auch etwas anziehen,
hinunter auf die Straße gehen und selbst Raketen abschießen
können, aber kaum jemand hatte Lust dazu.
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Anschließend
ging die Party weiter, je nach Gusto zu ausgelassener Stimmungsmusik
hüftschwingend auf der Tanzfläche, mit einer hervorragenden
Gulaschsuppe zur Stärkung irgendwo in einer ruhigen Ecke und/oder
oben auf den Spielwiesen.
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